Systemwechsel - Sony A7Riii statt Canon EOS 5D Mark IV

Wie einige von euch bereits wissen, habe ich mir Anfang Februar die Sony A7Riii gekauft - Sonys aktuelles Spitzenmodell hinsichtlich Auflösung und Bildqualität. Dies war für mich ein großer Schritt, schließlich habe ich als Kamera-Verkäufer gearbeitet und Jahre lang von der Sony A7-Serie für den Professionellen Einsatz abgeraten. Dies lag vor allem an folgenden drei Punkten:

1. Die Akkulaufzeit war im Vergleich zu Semiprofessionellen und Professionellen Spiegelreflexkameras deutlich geringer. Dies birgt die Gefahr, dass man während eines wichtigen Events (z.B. als Hochzeitsfotograf) den Akku wechseln muss und einen wichtigen Moment verpasst.

2. Keine zwei SD-Kartenslots (entscheidend als Eventfotograf oder Hochzeitsfotograf um Sicherungskopien direkt vor Ort zu erstellen).

3. Der Autofokus bei schlechten Lichtverhältnissen war nicht so zuverlässig, wie der Autofokus von vergleichbaren Spiegelreflex. Glücklicherweise hat Sony all diese drei Punkte bei der Sony A9, der von mir gekauften Sony A7Riii und der gerade angekündigten Sony A7iii berücksichtigt und geändert.

Die Akkulaufzeit ist nun deutlich erhöht, die genannten Kameras bieten jeweils zwei SD-Kartenslots und der Autofokus bei schlechten Lichtverhältnissen ist jetzt durchaus auf dem Niveau einer Spiegelreflex.

 Trotzdem ist es mir nicht ganz leicht gefallen zu Sony wechseln. Ich mag eigentlich die Haptik und Menüführung der großen Canon Spiegelreflex, allen voran der EOS 5D Mark IV sehr gerne. Im vergleich wirkt die Sony A7Riii weniger griffig und die Menüführung ist deutlich verschachtelter.

 Zwei wesentliche Faktoren haben mich zu meiner Entscheidung bewegt:

1. Der Sensor der A7Riii ist deutlich leistungsfähiger als der Sensor der Canon EOS 5D Mark IV. Der Sony-Sensor rauscht weniger bei hohen ISO-Werten, hat einen deutlich größeren Dynamikumfang (14,7 vs 13,6 Evs) und produziert deutlich schärfere Bilder durch den Verzicht auf einen Tiefpassfilter. Außerdem bietet die Sony A7Riii die höhere Auflösung, so dass man Bilder größer drucken oder besser zuschneiden kann.  

2. Sonys Eye-AF: Mit der Spiegelreflex muss ich bei Portraits mit Offenblende einen Fokuspunkt auf ein Auge der fotografierten Person legen. Sony bietet hier die Funktion des Eye-AF. Dabei stellt die Kamera automatisch auf ein Auge scharf. Dies ermöglicht einen freien Bildaufbau und gibt mir mehr Zeit um auf andere Dinge während Portrait-Shootings zu achten. Sony hat hier gute Arbeit geleistet ; Als ich diese Funktion zum ersten mal ausprobiert habe, war ich regelrecht erstaunt. 

 Auch wenn ich mit der Sony A7Riii im Ganzen sehr zufrieden bin, so hoffe ich doch insgeheim, dass Canon in Zukunft einen vergleichbaren Sensor in einer Spiegelreflex oder einer Spiegellosen Kamera anbietet. Darum behalte ich auch zunächst meine Objektive mit EF-Mount. Ich nutze diese zusammen mit dem Sigma MC-11 Adapter an der Sony A7Riii für Portraits und habe bisher gute Erfahrungen damit gemacht. Meine Canon EOS 6D bleibt weiterhin als Backup-Kamera in meiner Kameratasche. Wenn ich die Kamera einige Monate getestet habe und mehr Erfahrungen mit ihr gemacht habe, werde ich euch einen Testbericht liefern, mit besonderem Augenmerk auf die Portraitfotografie und die Hochzeitsfotografie mit der Sony A7Riii.  

Kategorien: Kameras, Tests

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